Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
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Gesundheitlichen Schäden durch Lärm frühzeitig vorbeugen
Gesundheitlichen Schäden durch Lärm frühzeitig vorbeugen
Nicht nur in der Arbeitswelt spielt der Lärmschutz eine bedeutende Rolle. Auch im persönlichen Bereich der Menschen soll dem Lärmschutz eine neue Priorität zukommen. Die Bundessozialministerin betont hierzu, dass bereits ein Viertel aller Jugendlichen nicht heilbare Schäden haben. Weiter gab die Ministerin zu bedenken, dass zu viel Lärm auch zu anderen Gesundheitsstörungen wie beispielsweise Herz- und Kreislaufproblemen oder Konzentrationsstörungen führen könnte. "Viele Menschen setzen sich zudem in Diskotheken oder durch Walkmen, CD-Player und anderem freiwillig höheren Lärmpegeln aus, die aus gesamtheitlicher Sicht nicht vertretbar sind“, sagte die Ministerin.

"Wir wollen und können nicht warten, bis der Lärm sich schädlich ausgewirkt hat, sondern wir möchten so früh wie möglich bei Kindern und Jugendlichen Lärmschäden vorbeugen", so die Ministerin weiter. Dazu gehörten gesetzliche Vorgaben ebenso wie Vorsorgeuntersuchungen für Kinder zur Früherkennung von Hörstörungen. Ulla Schmidt wies darauf hin, dass auch das Bewusstsein der Kinder geweckt werden müsse. Kinder sollten sich selbst die Frage stellen, welchen Lärm sie sich freiwillig antun wollen. Die Ministerin führte in diesem Zusammenhang an, dass die Kinder selbst genau wüssten, "dass die Musik in Diskotheken zu laut ist und die Disc- oder Walkmen zu laut aufgedreht werden". Die Bundesregierung will hier ansetzen, um Schäden durch gesundheitsförderndes Verhalten und gesundheitsfördernde Verhältnisse möglichst zu vermeiden. 

Einen Lösungsansatz liefert das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelte PC-Spiel "Radio 108,8", das die Ministerin in Köln vorstellte. Das in Zusammenarbeit mit dem "Projektkreis Schule des Hörens e.V." entwickelte Computerspiel wird von der "Initiative Hören e.V." unterstützt, deren Botschafterin Ulla Schmidt ist. Eingebettet in das Tagesgeschäft eines Radiosenders lernen Kinder im Alter zwischen 10 und 12 Jahren beim "Radio 108,8" zum Beispiel den Aufbau und die faszinierende Funktionsweise des Ohres mit dessen besonderer Schutzbedürftigkeit kennen. Ziel des PC-Spiels ist es, Kinder so über den Risikofaktor laute Musik für ihr Gehör zu informieren und den durch Lärm bedingten gesundheitlichen Schäden vorzubeugen.

 
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