Anders
als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer oder Mieter
von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf.
Es fehlen objektive Informationen und Vergleichsmaßstäbe. Zur
Schaffung von mehr Markttransparenz wurde im September 2002 der Energiepass
in Dortmund eingeführt. Der Energiepass informiert Verbraucher objektiv,
zeigt Einsparpotenziale auf und ermöglicht es, den Energiebedarf von
Häusern unkompliziert zu vergleichen. So wie bei Kühlschränken
und Waschmaschinen mit der Energieeffizienzklasse A geworben wird, soll
es künftig auch bei Gebäuden Praxis werden.
So können schon beim Kauf, Bau oder Anmietung der
Energiebedarf und die damit verbundenen Kosten einer Immobilie abgeschätzt
werden. Davon profitieren alle:
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Wohnungsunternehmen können ihren Bestand energetisch
untersuchen lassen und erhalten so wichtige Entscheidungskriterien für
die Instandsetzungs- und Modernisierungplanung sowie den Verkauf von Objekten.
Ein im Energiepass integrierter "Modernisierungs-Berater" informiert, mit
welchen Modernisierungsmaßnahmen welche Energieklasse erreicht werden
kann. Auch Einsparpotenziale werden aufgezeigt.
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Vermieter oder Verkäufer haben mit dem Energiepass für
Gebäude ein zusätzliches Marketinginstrument. Mit steigenden
Nebenkostenbelastungen wird die Energieeffizienz erheblich an Bedeutung
gewinnen und sich zu einem Qualitätsmerkmal auf dem Immobilienmarkt
entwickeln.
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Mieter und Verbraucher können einfach ablesen, mit welchen
Energiekosten sie rechnen müssen. Dies ist eine Entscheidungshilfe
bei der Wohnungs- oder Haussuche und ermöglicht den Vergleich verschiedener
Objekte.
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Der freiwillige Energiepass erleichtert den Marktteilnehmern
die Vorbereitung auf die EU-Richtlinie zur "Energieeffizienz von Gebäuden".
Diese wird ab ca. 2006 in Deutschland in nationales Recht umgesetzt und
sieht die Einführung von Energiepässen auch im Gebäudebestand
für alle Mitgliedsstaaten vor. Bei jedem Nutzerwechsel einer Wohnung
oder eines Gebäudes wird dann ein Zertifikat über den Energiebedarf
vorzulegen sein.
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Und nicht zuletzt profitiert die Umwelt. Transparenz beim
Energiebedarf hilft langfristig Energie einsparen und die CO-Reduzierung
vermindert den Treibhauseffekt.
Und wie funktioniert das mit dem Energiepass?
Das Gebäude und die Technik der Heizungsanlage werden
von uns als Ihr Energieberater begutachtet.
Wir stellen fest, wie hoch der Energiebedarf ist und
wo die Schwachstellen liegen. Dieses Gutachten ist zwar nicht billig, bei
Ein- oder Zweifamilienhäusern ist mit bis zu 500 Euro zu rechnen,
aber es ist sinnvoll, um die richtige Entscheidung für notwendige
Investitionen zu treffen. Und die 500 Euro hören sich schlimmer an,
als es ist. Bis zu 2/3 der Kosten können vom Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im Rahmen einer Förderung zurückgezahlt
werden, wenn das Gebäude vor 1984 genehmigt worden ist. Auf der Grundlage
des Gutachtens wird dann der Energiepass ausgestellt, der natürlich
auch die durchgeführten Maßnahmen berücksichtigt.
Weitere Informationen zum Energiepass erhalten Sie auch beim
Umweltamt der Stadt Dortmund - Katharinenstraße 12 in 44122 Dormund
- Tel. 02 31 - 50-25673 und per e-mail: ealbertz@stadtdo.de |